Google Ads Anzeigen erstellen – 8 Tipps für eine erfolgreiche Kampagne

In einem früheren Blogbeitrag haben wir bereits allgemeine 5 Tipps für Google Ads Anzeigen zusammengetragen. In diesem Beitrag wollen wir jetzt genauer darauf eingehen, welche Möglichkeiten man bei der Erstellung von Google Ads Anzeigen hat.

1. Einführung in Google Ads

Über die Plattform Google Ads (früher: AdWords) können bezahlte Anzeigen in den Suchergebnissen ausgespielt werden. Mittels dieser sogenannten Suchmaschinenwerbung (auch: SEA) können potentielle Kunden einfach und schnell erreicht werden.

Durch das Schalten von Google Ads Anzeigen steigt der Traffic auf der eigenen Webseite meist sehr schnell an.

2. Kampagnen & Anzeigengruppen passend erstellen

Als Faustregel gilt: Für jedes Hauptthema sollte eine eigene Kampagne angelegt werden. Einzelne Unterthemen stellen dann die Anzeigengruppen dar.

Klare Gliederungen und Bezeichnungen helfen Ihnen dabei den Überblick zu behalten. Auch Dritte können sich so schneller in Ihr Google Ads Konto einarbeiten.

Auf der Ebene der Anzeigengruppe werden die Keywords eingetragen, für die schließlich die Anzeigen ausgespielt werden. Die Keywords sollten auf einer Keywordanalyse beruhen und immer zur jeweiligen Gruppe passen. In einem früheren Blogbeitrag können Sie unsere Tipps zum Finden von Keywords nachlesen.

Tipp: Sparen Sie nicht bei den Anzeigengruppen. Bieten Sie z.B. 20 unterschiedliche Produkte an, sollten Sie auch (mindestens) 20 Gruppen anlegen.

Hierarchie: Kampagne > Anzeigengruppe > Anzeige

3. Arten von Google Ads Anzeigen

Stehen die Anzeigengruppen und die Keywords fest, kommt man zum Google Ads Anzeigen erstellen. Pro Anzeigengruppe sollte man 3 bis 4 Anzeigen erstellen. Grund dafür ist das A/B-Testing.

Mittlerweile führt Google immer mehr verschiedene Arten von Anzeigen ein.

Doppelte erweiterte Textanzeigen (dETAs)

Doppelte erweiterte Textanzeigen unterscheiden sich nur in der Länge von normalen erweiterten Textanzeigen. Anstelle von 2 Anzeigentiteln werden 3 verwendet. Ebenso gibt es eine zusätzliche Beschreibung.

Achtung: Der zusätzliche Text wird nicht immer angezeigt. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Anzeigen auch ohne dritten Anzeigentitel und zweite Beschreibung stimmig sind. Unwichtiges sollte also eher nach hinten.

Responsive Suchanzeigen (RSAs)

Responsive Suchanzeigen können Ihnen viel Zeit einsparen. Hier können Sie bis zu 15 Titel und 4 Beschreibungen erstellen. Per Machine Learning testet ein Algorithmus, welche Kombination bei den Nutzern am besten ankommt.

Diese Form der Google Ads Anzeige ist noch relativ neu. Deshalb ist sie auch eher nicht für Anfänger geeignet.

Dynamische Suchanzeigen (DAs)

Normalerweise spielt Google Anzeigen für die Keywords aus, die Sie manuell hinzufügen. Bei dynamischen Anzeigen ist das nicht der Fall. Hier wird die Webseite gecrawlt und Anzeigen dann dynamisch für passende Suchbegriffe ausgespielt.

Der Vorteil: Die aufwändige Keywordanalyse entfällt und die Anzeigen sind immer aktuell. Dynamische Anzeigen sind vor allem für sehr große Webseiten praktisch.

Responsive Displayanzeigen

Responsive Displayanzeigen gehen einen Schritt weiter, indem sie neben Text auch Bilder und Videos nutzen.

Für das Erstellen einer solchen Anzeige werden verschiedene Textbausteine, Logos, Bilder und Videos in Google Ads hochgeladen. Durch Machine Learning werden diese Bausteine kombiniert, getestet und angepasst.

Auch hier kann man Zeit sparen, muss aber viel Kontrolle abgeben. Diese Methode ist eher etwas für Google Ads Profis, hier gilt es lieber vorsichtig zu sein.

4. Google Ads Anzeigen erstellen: 8 Tipps

Tipp 1: Nur relevante Informationen

Anzeigentexte sind sehr begrenzt. Auch wenn Sie viel über Ihr Unternehmen oder Produkt zu sagen haben, müssen Sie sich auf wenige Informationen beschränken.

Unwichtiges bitte ganz rauslassen. Beschränken Sie sich auf den wichtigsten Kern an Informationen. Hier sollten Sie Ihren USP nicht unerwähnt lassen.

Tipp 2: Abstimmen auf Zielgruppe

Dieser Tipp hängt eng mit dem ersten zusammen. Überlegen Sie sich, welche Informationen Ihre Zielgruppe hören will und überzeugen kann.

Tipp 3: Call-to-Actions

Anzeigen sollen zum Klicken animieren. Animation funktioniert oft durch einfache Call-to-Actions. Diese sollten am besten am Ende einer Beschreibung stehen

Beispiele für Call-to-Actions: „Jetzt kaufen“, „Hier nachlesen“, „Jetzt informieren“, „Jetzt sparen“, …

Tipp 4: Keywords richtig einsetzen

Relevante Keywords aus der Anzeigengruppe sollten auch in den Anzeigen, am besten vorne im Titel, verwendet werden. Nach diesen Suchbegriffen hat der Nutzer schließlich gesucht.

Aber Vorsicht: Keyword-Spamming ist im Anzeigentext nicht nötig. Die. Anzeige wird schließlich so oder so ausgespielt. Der Fokus sollte demnach auf der Nutzerfreundlichkeit liegen.

Tipp 5: Erweiterungen nutzen

Google bietet zahlreiche Möglichkeiten Anzeigen „aufzupeppen“. Mit Snippets, Sitelinks & Co können ergänzende Wörter und Links hinzugefügt werden. Auch die Telefonnummer kann in eine Google Ads Anzeige integriert werden.

Diese Erweiterungen sind kostenfrei und es ist in der Regel sinnvoll diese zu verwenden. Kurze Phrasen wie „große Auswahl“ oder „freundlicher Service“ sollten z.B. eher in eine Erweiterung als in die eigentliche Anzeige.

Tipp 6: Passende Landingpage

Um eine Google Ads Anzeige zu erstellen braucht es immer auch eine Landingpage. Der Inhalt der Landingpage, also einer bestimmten Unterseite, sollte zu den jeweiligen Keywords und Call-to-Actions passen.

Hier müssen die Erwartungen der Nutzer erfüllt werden, die in der Anzeige geweckt werden.

Tipp: Responsives Webdesign ist ein Muss für jede Landingpage.

Tipp 7: Stimmiges Gesamtbild schaffen

Die erstellte Anzeige soll Nutzer in den Suchergebnissen zum Klicken animieren. Dazu sollte das Gesamtbild stimmen. Zeichen und Symbole (➤, ✔︎, ☏, ✆) können das z.B. unterstützen.

Aber Achtung: Nicht alle Zeichen werden von Google unterstützt und auch ausgespielt.

Tipp 8: Testen & optimieren

Mit dem Erstellen von Anzeigen sind wir leider noch nicht am Ende angelangt. Kampagnen sollten regelmäßig überprüft und optimiert werden. Mit jedem Tag lernt Google mehr und kleine Änderungen können oft viel ausmachen.

Wer keine Zeit hat sich ausführlich in das Thema Google Ads einzuarbeiten und kontinuierlich die eigenen Kampagnen zu überprüfen, sollte am besten eine Google Ads Agentur beauftragen.

Denn mit Suchmaschinenwerbung kann man bei falschen Einstellungen schnell sehr viel Geld für wenig Nutzen ausgeben.